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„Herbstsalon2014Leipzig“ der Stiftung Friedliche Revolution ausgezeichnet

Bundeszentrale für politische Bildung würdigt Engagement bei der Vermittlung der Ereignisse vor 25 Jahren

Die Stiftung Friedliche Revolution ist von der Bundeszentrale für politische Bildung für ihr Engagement bei der Vermittlung der Ereignisse im Herbst 1989 ausgezeichnet worden. Das Medienprojekt „Herbstsalon2014Leipzig“, das vom 4. September bis 12. Oktober täglich rund zehn Stunden Filme aus und über die DDR sowie über die Friedliche Revolution gezeigt hat, gehörte zu den 24 Preisträgern des Wettbewerbs „25 Jahre Mauerfall – Geschichte erinnern, Gegenwart gestalten“.

Die Auszeichnung nahm Projektleiterin Gesine Oltmanns am 9. Dezember 2014 bei einer Veranstaltung in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in Berlin entgegen. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden. Das Projekt war vom Freistaat Sachsen, der Stadt Leipzig und vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen finanziell unterstützt worden.

Für das Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung stand, hatte die Stiftung in Zusammenarbeit mit der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz einen Pavillon mit 80 Plätzen errichtet, in dem knapp sechs Wochen lang von morgens 10 Uhr bis abends 22 Uhr Dokumentar- und Spielfilme aus und über die DDR zu sehen waren. Hinzu kamen Mitschnitte von Veranstaltungen sowie Fernsehproduktionen unterschiedlichster Art.

Das Filmangebot habe mehrere Tausend Besucher angelockt, erklärte Gesine Oltmanns. Gut besucht gewesen seien aber auch die vielfältigen Vortrags- und Gesprächsangebote im Begleitprogramm der Veranstaltungsreihe, die sich ebenfalls mit der DDR-Geschichte und dem Ende der SED-Herrschaft befassten. Unterstützt wurde die Stiftung dabei zudem von der Bundesstiftung Aufarbeitung, vom Landesfilmdienst Sachsen, vom Mitteldeutschen Rundfunk (mdr), von der Scherzer-Architekten-Partnerschaft in Nürnberg / Leipzig sowie vom Technologie- und Berufsbildungszentrum, vom Archiv Bürgerbewegung und vom Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig.

Mit dem Namen „Herbstsalon“ wollte die Stiftung zugleich an den „1. Leipziger Herbstsalon“ erinnern, jener legendären Kunstausstellung einer Handvoll couragierter Künstler im Herbst 1984, die zeitgleich mit dem Leipziger DOK-Filmfestival standfand und nur deshalb von den SED-Behörden nicht verboten wurde, weil dies zusätzliche Aufmerksamkeit auch im Ausland verursacht hätte. 30 Jahre später berichteten mehrere der damals beteiligten Künstler mit Filmen, Lesungen und Gesprächen von ihren damaligen Erfahrungen.